Kreisgruppe Dortmund

Gegen Netto-Markt im kleinen Dorstfelder Park

21. Mai 2021

BUND unterstützt Bürgerinitiative und bittet um Spenden für eine Klage.

Dieser kleine Park in Unterdorstfeld soll mit einem Netto-Markt bebaut werden.  (BI Kein Netto in unserem Park)

Die Planung eines Lebensmittel-Vollversorgers auf der Grünfläche am Jüdischen Denkmal in Unterdorstfeld ist nicht neu. Schon im Jahr 2006 sollte an der Ecke Arminiusstraße / Wittener Straße ein REWE-Markt entstehen. Anwohner hatten damals mit Unterstützung von Naturschutzverbänden und Naturschutzbeirat erfolgreich gegen den Bebauungsplan (InW 216) geklagt. Doch Politik und Verwaltung ließen nicht locker. 2019 wurde ein neuer Bebauungsplan (InW 221) im Rat beschlossen. Immer unter der Bedingung, dass es ein Lebensmittel-Vollversorger (Supermarkt) und kein einfacher Discounter sein sollte.

Umso erstaunter waren die Politiker, als Planungsdezernent Ludger Wilde in der März-Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-West mitteilte, dass dort nun ein einfacher NETTO-Discounter einziehen soll.

Um das zu verhindern und um den kleinen Park zu retten, gründete sich jetzt eine Bürgerinitiative „Kein NETTO in unserem Park“. Die BI will gerichtlich verhindern, dass die Grünfläche mit einem Discounter zugebaut wird und wendet sich mit der Bitte um Unterstützung an die Öffentlichkeit.

Ihr Sprecher Nils Kowalewski: „Zugesagt wurde für Dorstfeld ein Lebensmittel-Vollversorger. Von einem Discounter war nie die Rede. Das ist Wortbruch!

„Wir werden mehr Autoverkehr auf der Arminiusstraße, Wittener Straße und der Spicherner Straße bekommen. Mit bis zu 2000 zusätzlichen Autos pro Tag rechnet der Masterplan Einzelhandel. Dabei sollte Dorstfeld durch die Emscherallee und die Südumgehung Dorstfeld verkehrsberuhigt werden“, so Darien Sobbe von der BI.

„Die Sicherheit und Gesundheit vieler Schul- und Kindergartenkinder ist gefährdet, insbesondere durch die projektierte Zufahrt zum NETTO-Markt an der Arminiusstraße“, bemerkt Wilhelm Schulte-Coerne.

Thomas Quittek vom BUND kritisiert scharf, dass bereits etliche Bäume widerrechtlich im kleinen Park gefällt wurden. „5000 der 6400 qm Grünfläche sollen versiegelt werden. Dabei ist Dorstfeld schon heute mit Grün unterversorgt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist Grün überlebenswichtig.“.

Die Bürgerinitiative ruft zum Widerstand auf und sammelt Spenden für eine Klage. Spendenkonto: "Kein Netto in unserem Park" - IBAN DE48 4416 0014 6629 3707 bei der Dortmunder Volksbank eG. Kontakt: Nils Kowalewski, Arminiusstr. 12, 44149 Dortmund – Mail: kein.NETTO.im.Park(at)gmail.com - Facebook: www.facebook.com/keinnettoimpark - Flyer

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