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Kreisgruppe Dortmund

Jetzt zum Ökostromanbieter wechseln!

 (BUND Dortmund)

Wir stellen hier unseren Strompreisrechner zum Download bereit, der nachweist, dass die Tarife der von den Umweltverbänden empfohlenen "echten" Ökostromanbieter (Naturstrom, EWS Schönau, Lichtblick, Greenpeace Energy) keinesfalls teurer sein müssen als die der Dortmunder Energie und Wasser (DEW21). Die vier Anbieter erfüllen die harten Ökokriterien

(1) Der Ökostrom muss tatsächlich aus regenerativen Energiequellen stammen und zertifiziert sein, es darf z.B. kein herkömmlicher Strom mittels Ankauf von Zertifikaten umetikettiert werden.

(2) Der Ökostromanbieter muss den Bau neuer grüner Erzeugungsanlagen direkt fördern, z.B. indem Teile des Gewinns in den Bau neuer umweltfreundlicher Kraftwerke fließen, denn mit alten Wasserkraftwerken ist eine echte Energiewende kaum zu schaffen.

(3) Der Ökostromanbieter muss vollkommen unabhängig von anderen Unternehmen sein, die in Geschäfte mit Atomstrom oder anderen klimaschädlichen Technologien involviert sind.

Anders als bei Bio-Lebensmitteln gibt es auf dem Öko-Strommarkt kein staatliches Label mit verbindlichen Kriterien. Das vom BUND, NABU und anderen Umweltorganisationen anerkannte Gütesiegel "Grüner Strom" (s. Merkblatt) ist neben dem OK-Power-Label des Vereins Energievision am ehesten empfehlenswert. Der Ökostromtarif von Lichtblick erhielt diese beiden Gütesiegel nicht, weil Lichtblick keinen festen Betrag in den Ausbau von Neuanlagen investiert. Der Ökostrom der DEW21 ist zwar vom TÜV Nord zertifiziert, kommt aber schon deshalb nicht in Frage, weil die DEW21 zu fast 40 % an Inogy SE (früher: RWE) beteiligt ist und der Strommix immer noch 25 % Kohle- und 6,3 % Atomstrom enthält.

Stromtarife, die mit den beiden o.g. oder vergleichbare Gütesiegeln ausgestattet sind, werden vom Öko-Institut in Freiburg in seine Eco-Top-Ten-Liste aufgenommen. Die Zeitschrift Öko-Test (12/2017) hat diese Öko-Stromangebote zusätzlich einer strengen Prüfung unterzogen. Von 29 Tarifen wurden 11 abgewertet, weil die Anbieter auch konventionellen Strom in ihrem Portfolio haben oder mit Unternehmen verflochten sind, die diesen Strom produzieren oder anbieten.

Übrig blieben 18 Tarife, die von Öko-Test mit "sehr gut" bewertet wurden. Neben den bekannten Anbietern Naturstrom, Greenpeace Energy und EWS Schönau sind dies folgende: BayWa, Bürgerinitiative Umweltschutz, Bürgerwerke, Heidelberger Solidarstromer, Ökostromer Edingen-Neckarhausen, Schriesheimer Ökostromer, Enspire Energie, Klimaschutz+ Energiegenossenschaft, Mann Naturenergie, Polarstern, ProEngeno, Prokon, Savero, Solidarische Ökonomie Bremen, Stadtwerke Müllheim Staufen.

Kritik an DEW21-Stromtarifstruktur

Kritik an den neuen Stromtarifen der DEW21 äußerten wir gemeinsam mit Akoplan in einer Pressemitteilung am 7.9.2016. Die neue Tarifstruktur der DEW ist unübersichtlich und verwirrend. Mit Kaffee-Gutscheinen und Handwerker-Dienstleistungen, die nichts mit dem Stromprodukt zu tun haben, sollen Kunden angelockt werden. Zudem fehlt es an einer tabellarischen Übersicht, mit der die Kunden die bisherigen Tarife mit den neuen Produkten vergleichen können. Kritikwürdig ist auch die Verwendung des Begriffs Ökostrom. Die DEW-Werbung suggeriert, dass der Kunde gegen einen Mehrpreis von einem halben Cent pro kWh reinen Ökostrom beziehen könne. Das ist aber reiner Etikettenschwindel, weil der Strommix von DEW weiterhin zu 33 Prozent aus Kohle und 9 Prozent aus Atomstrom stammt. Wir empfehlen deshalb weiterhin die vier echten Ökostromanbieter (Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace Energie und EWS Schönau). Unser Vergleichsrechner zeigt, dass echter Ökostrom nicht teurer ist als DEW-Strom.

BUND stellt Gaspreisrechner vor

Die BUND-Kreisgruppe Dortmund stellt einen Vergleichsrechner für Gastarife als Excel-Tabelle bereit, in dem die Erdgaspreise der DEW21 mit den Gastarifen der drei Ökogasanbieter Lichtblick, Greenpeace Energie und Naturstrom verglichen werden können. Die Ökogasanbieter unterscheiden sich im Anteil Biogas. So bietet Lichtblick 2 Tarife mit 5 Prozent Biogas (u.a. einen BVB-Tarif 09) und die Naturstrom AG 3 Tarife mit unterschiedlichen Biogasanteilen (10 %, 20 %, 100 %) an.

Greenpeace bietet einen Windgastarif an, in dem 0,4 Cent Förderbeitrag für den Ausbau der Windgas-Technologie enthalten ist. Bis Windgas ins Netz einspeist werden kann, bezieht der Gaskunde zunächst reines Erdgas. Der Excel-Rechner beweist: Die Gaspreise der Ökogasanbieter sind nicht teurer als die Standardtarife der DEW21 ("Unser Erdgas pur", "Unser Erdgas aktiv", "Unser Erdgas maxi") und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.

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Grünes Gas

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