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Kreisgruppe Dortmund

Landschaftspflege (Naturschutzgruppe)

Landschaftspflege mit der Naturschutzgruppe

Einachser mit Anhänger auf der Wiese im NSG "Auf dem Brink"  (BUND Dortmund)

Natur erleben, begreifen und beschützen – das sind die Ziele der Naturschutzgruppe. Wir pflegen eine Feuchtwiese mit Orchideenvorkommen im Naturschutzgebiet "Auf dem Brink" in Kemminghausen. Einmal im Jahr säubern wir Nistkästen in einem geschützten Landschaftsbestandteil im Wannebachtal. Gelegentlich werden auch Wanderungen unternommen oder Bestimmungsübungen durchgeführt. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Lebensraum Feuchtwiese. Dieser Biotoptyp zeichnet sich durch hohe Grundwasserstände aus. Auf feuchten bis nassen Böden entstehen spezielle Lebensgemeinschaften mit einer enormen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Man denke nur an die Amphibien, die hier eine optimale Heimat finden. 

In früherer Zeit waren Feuchtwiesen in ganz Deutschland weit verbreitet. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind sie mittlerweile so selten geworden, dass man deren Bewohner immer häufiger auf der Roten Liste der gefährdeten Arten wiederfindet. 

Auch in Dortmund sind Feuchtwiesen nicht oft anzutreffen. Umso wichtiger ist es, die verbliebenen Reste zu erhalten. Dies versuchen wir als Naturschutzgruppe im Naturschutzgebiet "Auf dem Brink". Die Feuchtwiese, die wir betreuen, verdankt ihren hohen Grundwasserstand einer Bergsenkung aus den 1980er Jahren. Viele seltene Arten haben sich hier angesiedelt, u.a. das Breitblättrige Knabenkraut, eine einheimische Orchideenart, Riesen-Schachtelhalm oder die Kuckucks-Lichtnelke. 

Unsere Aufgabe besteht darin, den Wiesencharakter der Fläche zu erhalten. Täten wir das nicht, würde sich die Wiese langfristig in einen standortgemäßen Wald umwandeln, und die seltenen, konkurrenzschwachen Arten könnten nicht überleben.

Zu den Tätigkeiten gehört es,

  • aufkommenden Gehölzwuchs zu entfernen (sowohl in der Fläche als auch randlich, um Beschattung zu vermeiden),
  • die Wiese regelmäßig zu mähen und das Mähgut zu entfernen (dadurch entzieht man der Wiese Biomasse und verhindert eine Nährstoffanreicherung),
  • die Ausbreitung von Neophyten (eingeschleppte Arten) einzudämmen, die oft so konkurrenzstark sind, dass sie die einheimischen und ohnehin gefährdeten Pflanzenarten auslöschen könnten. Dazu zählen die Herkulesstaude (Riesen-Bärenklau), die Goldrute und das Drüsige Springkraut. 

Natürlich haben wir auch generell ein Auge auf diesen Teil des Naturschutzgebietes. Nicht selten stößt man auf unerlaubte Müllablagerungen oder sonstige Hinterlassenschaften von Menschen, die sich dem Angelsport oder einem feuchtfröhlichen Gelage hingegeben haben. Und nicht zuletzt gibt es während eines Einsatzes jede Menge Möglichkeiten, Beobachtungen anzustellen. Die Schönheit der Natur findet man oft im Kleinen - genau hinzuschauen lohnt sich! 

Unser zweites Einsatzgebiet ist ein Waldgebiet im Wannebachtal nahe Dortmunder-Holzen. Dort haben wir ca. 15 Nistkästen aufgehängt, um unsere heimische Vogelwelt zu unterstützen. Meise, Kleiber und Co. nehmen die Kästen gerne an. Nach der Brutsaison im Oktober/November müssen sie komplett gesäubert und auf Schäden kontrolliert werden. 

Arbeitseinsätze - 10 Fragen und Antworten

Die blühende Wiese "Auf dem Brink" unter anderem mit dem Breitblättrigen Knabenkraut  (BUND Dortmund)

In der Regel finden die Arbeitseinsätze der Naturschutzgruppe an den Wochenenden statt. Auch Sonntage kommen dafür in Frage. Die Termine werden zwar weit im Voraus ins Auge gefasst, aber letztendlich entscheidet das Wetter, ob der Einsatz stattfindet oder nicht. Dies lässt sich erst 3-4 Tage vor dem Termin endgültig abschätzen, d.h. also am Mittwoch oder Donnerstag vorher. Kontakt: Ulla Trojan: 0231-813642. Hier 10 häufig gestellte Fragen und Antworten:

(1) Muss ich irgendwelche Vorkenntnisse haben? 
Nein

(2) Wie erfahre ich von einem Einsatz?
Am besten lässt man sich in unseren e-Mail-Verteiler aufnehmen; die Einladungen werden ca. 4 Wochen vor dem Termin verschickt.

(3) Wie lange dauert ein Einsatz?
Gewöhnlich 4-5 Stunden. Die „Vorbereiter“ treffen sich früher, um die nötigen Gerätschaften zusammenzustellen. Jede/r kann selbst bestimmen, wie lange er/sie bleiben will.

(4) Treffpunkt Naturschutzgebiet "Auf dem Brink"
Brechtener Straße / Ecke Am Gulloh (Navi: Am Gulloh 110).

(5) Anfahrt mit ÖPNV
U-Bahn-Linie 41 Richtung Brechten/Brambauer, Haltestelle "Maienweg" (von dort ca. 1 km zum Treffpunkt) oder U-Bahn-Linie 42 Richtung Grevel bis Haltestelle "Schulte-Rödding", dann umsteigen in die Buslinie 414 Richtung Brechten, bis Haltestelle "Teislerweg". Achtung: dieser Bus fährt nur 1 x in der Stunde!

(6) Mitfahrgelegenheiten
Unter Umständen lässt sich eine Mitfahrgelegenheit organisieren. Dazu frühzeitig Bedarf anmelden!

(7) Ausrüstung / Kleidung
Geeignete Kleidung (Zeckenschutz!), festes Schuhwerk, ggf. Gummistiefel, Schutzhandschuhe, Sitzgelegenheit, alles für die Naturbeobachtung (Ferngläser, Lupen, Bestimmungsbücher etc.).

(8) Eingesetzte Geräte (werden von uns gestellt)
Balkenmäher (wird von Dritten für die Mahd großer Flächen eingesetzt), Benzin-Motorsensen, Handsensen, Spaten, Rechen, Forken, Planen usw.

(9) Verpflegung
Jede/r bringt sein Proviant und seine Getränke selber mit.

(10) Versicherungsschutz
Aktive (auch Nicht-Mitglieder) sind während ihres Einsatzes unfallversichert.

Kleintraktor mit Stiftungsmitteln angeschafft

Birger Dunsche (BUND), Sabine Bartz (Sparkasse) und Ulla Trojan (BUND) mit dem neuen Traktor  (BUND Dortmund)

Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinwohl-Stiftung der Sparkasse konnte im Jahr 2009 ein Kleintraktor mit Anhänger im Wert von 7000 Euro für das Mähen von Orchideen- und Streuobstwiesen angeschafft werden.

Der Universal-Einachsschlepper nebst Anhänger, der bei einem Ortstermin im NSG "Auf dem Brink" in Anwesenheit von Sabine Bartz von der Sparkassenstiftung vorgestellt wurde, ermöglicht den Abtransport des Mähgutes aus den zum Teil schwer zugänglichen Wiesenbereichen. Zusätzlich lässt sich der Schlepper mit einem Mähwerk versehen, sodass er noch vielfältiger eingesetzt werden kann. Zusammen mit den zwei schon vorhandenen Motorsensen verfügt die Naturschutzgruppe über eine gute technische Ausstattung verfügen. Die Pflege der Feuchtwiesen erfordert viel Handarbeit und muss behutsam ohne schweres Gerät erfolgen. Birger Dunsche und Ulla Trojan bedankten sich anlässlich eines Ortstermins bei Sabine Bartz von der Gemeinwohl-Stiftung für ihren Beitrag zur Förderung des Naturschutzes in Dortmund. Presseartikel

Ansprechperson

Ulla Trojan

Koordination Naturschutzgruppe
E-Mail schreiben Tel.: 0231-813642‬

Naturschutzgruppe  (BUND Dortmund)

Helfer*innen gesucht

Für die Einsätze der Naturschutzgruppe werden immer tatkräftige Helfer*innen gesucht. Nächste Termine: Ausrupfen von Indischem Springkraut im NSG Auf dem Brink am 4.8.2018 um 10.00 Uhr (Treffpunkt: Brechender Straße / Am Gullah) und Zusammenharken von Mahdgut auf der Streuobstwiese am Bildungsforum Schule, Natur und Umwelt (Am Rombergpark 35) am 11.8.2018 um 11.00 Uhr. Interessierte melden sich bitte bei Ulla Trojan (Mail: ursula.trojan(at)dokom.net).

Jahresplan 2018

Jahresplan 2018 der Naturschutzgruppe

Streifzug

Jan-Simon und Daniel Tiessen, Ulla Trojan, Gertrud Conrady, Sonja Flocke (v.l.n.r.)  (BUND Dortmund)

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