Kreisgruppe Dortmund

Für Umwelt und Gesundheit: Auf Silvesterfeuerwerk verzichten

23. November 2020

BUND schlägt stattdessen Hilfsfonds für Corona-Geschädigte vor.

Feuerwerk (Foto: Ondrejk - Wikimedia)

Die Corona-Pandemie forciert die Diskussion um ein Böllerverbot zu Silvester auch in Dortmund. In den Niederlanden ist ein solches Verbot bereits beschlossen, um die Krankenhäuser im Fall von Unfällen zu entlasten. In Deutschland steht die Entscheidung noch aus. Einige Kommunen haben bereits angekündigt, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Der BUND Dortmund unterstützt ein solches Verbot. In Mails an die Ratsfraktionen bitten wir den neu gewählten Rat, kurzfristig einen entsprechenden Beschluss zu fassen. In den letzten Jahren hatte die Stadt ein Verbot nur auf ausgewählten öffentlichen Plätzen aus Gründen des Brandschutzes erlassen.

Die Corona-Lage sowie hohe Schadstoff- und Lärmbelastungen erfordern aus der Sicht des BUND nun ein Böllerverbot für das ganze Stadtgebiet zumindest in diesem Jahr. Damit würden die Unfallgefahren für Menschen und Tiere vermieden und ein maßgeblicher Beitrag zur Luftreinhaltung geleistet. Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts in Mainz ist bei 26 Prozent der Covid-19-Todesfällen die Luftverschmutzung ein wahrscheinlicher Co-Faktor.

Im vergangenen Jahr wurde der zulässige Feinstaub-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft auch zwei Tage nach Silvester an der Messstation Steinstraße mit 117 und an der Brackeler Straße mit 256 Mikrogramm pro Kubikmeter erheblich überschritten.

Der BUND bittet die Bevölkerung, in diesem Jahr auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu verzichten und schlägt vor, die eingesparten Gelder in einen von der Stadt und sozialen Trägern einzurichtenden Hilfsfonds für Corona-Geschädigte einzuzahlen.

Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Petition zum Verbot von Silvesterfeuerwerken gestartet, die bereits von über 290.000 (Stand: 23.11.2020) unterzeichnet wurde.

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